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Asthma bei Kindern

Wissenslücken und Ursachenforschung

Asthma! Oder müsste es „Asthmen“ heißen, im Plural?

Rund ein Drittel aller Kinder bis 3 Jahre macht eine Phase mit pfeifender Atmung durch. Manche entwickeln anschließend chronisches allergisches Asthma, bei anderen verschwinden die Symptome komplett. Die Entwicklung ist völlig unterschiedlich bei zunächst gleichen Symptomen. Warum? Das wissen Ärzte und Wissenschaftler noch nicht genau.

Die ALLIANCE-Studie des Deutschen Zentrums für Lungenforschung (DZL) will das ändern.

(Klicken Sie auf das Info-Icon rechts für mehr Infos)

ALLIANCE – ein bundesweiter Verbund zur Erforschung von Asthma bei Kindern

Die ALL AGE ASTHMA COHORT (ALLIANCE) will Antworten finden. Die groß angelegte Studie läuft seit 2011 mit rund 700 Patienten bundesweit. Ihr Ziel: die Subformen von Asthma bronchiale vor allem bei Kindern und Jugendlichen zu finden und zu benennen. An den DZL-Standorten München (CPC-M), Lübeck, Hannover und den angegliederten Zentren in Marburg und Köln werden Kinder im Alter von 6 Monaten bis 18 Jahren untersucht, in Großhansdorf auch erwachsene Patienten -  an Asthma erkrankte aber auch Gesunde.

Junge Patienten im Dienst der Forschung

Familien, die an der ALLIANCE-Studie teilnehmen, kommen am DZL-Standort München in die Dr. von Haunersche Kinderklinik.
Das Team von Prof. Erika von Mutius schaut sich die kleinen Patienten dort ganz genau an. Blut- und Allergietests, Lungenfunktionstests, Abstriche in Mund und Nase - moderne medizinische Untersuchungsmethoden treffen auf die oft hibbeligen, jungen Patienten. Die meisten sind aber auch stolz darauf, etwas für die Wissenschaft tun zu können.

So wie Christopher. Begleiten Sie den tapferen, geduldigen 7jährigen im folgenden Video bei den Untersuchungen in der ALLIANCE - Studienambulanz:

Sechs Standorte, hunderte Patienten, verschiedene Untersuchungen!

Doch die Ergebnisse müssen vergleichbar, auf identische Weise entstanden sein.
Denn wenn die Datenqualität nicht stimmt, ist die innovativste Studie wertlos.

Natürlich gibt es auch bei ALLIANCE „Standard Operating Procedures“,
standardisierte Abläufe für alle. Es bleiben dennoch Unterschiede:

  • Welche Laborprodukte welchen Herstellers werden benutzt?
  • Wie exakt ist die Abfolge z.B. bei einem Rachenabstrich?
  • Wer geht wie an die Weiterverarbeitung der Daten?

Grund genug, sich miteinander auszutauschen, um diese Fragen zu diskutieren.

Von der Theorie bis zum Selbstversuch mit Nasenbürstchen.
Verfolgen Sie im Video, wie ALLIANCE die Prozesse standardisiert:

ALLIANCE: Wo stehen wir, was wollen wir?

Asthma-Patienten künftig eine individuellere Therapie anbieten zu können – das ist das Ziel der ALLIANCE-Studie. Dafür werden noch bis 2020 Patienten untersucht und die Daten zusammengeführt und ausgewertet.

Im Fokus der Forscher: Biomarker (Signalgeber) zu finden, die die jeweiligen Unterformen von Asthma definierbar machen. Kinderärzte und Mediziner sollen diese Subformen klar diagnostizieren können:  Welchen Verlauf nimmt dieses Kind - einen guten oder fortschreitenden Verlauf? In welche Gruppe gehört es? Im Gegensatz zum heutigen Stand der Diagnose und Therapie wollen die Mediziner:

Kinder mit Asthma gezielter, früher und individueller behandeln!

 

Konzeption, Text, Videoproduktion, Fotos: Doris Hammerschmidt (CPC-M)

Wir danken Christopher und seiner Familie wie auch dem gesamten ALLIANCE-Studienteam.

Eine Produktion des DZL-Standorts München (CPC-M)

www.cpc-munich.de - infonoSp@m@cpc-munich.de